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PAPSTAR aktuell: Normalbetrieb nach Hochwasserschäden wieder aufgenommen!

Fußball-Romantik pur! Das altehrwürdige Bochumer Ruhrstadion (27.599 Plätze) an der Castroper Straße im Stadtteil Grumme hört heute auf den Namen "Vonovia Ruhrstadion". Der VfL und seine Vorgängervereine spielen an diesem Ort bereits seit 1911 Fußball. (Fotos: Bernd Born)
Bernd Born - 10.10.2019

VfL Bochum 1848 "Nachhaltigkeits-Doppelpass" mit den Fans; Becher-Pilotprojekt "anne Castroper"

Nichts lieber als das! Wir outen uns immer wieder gerne als "Fußball-Romantiker". Ein Besuch in der Geschäftsstelle des Vereins für Leibesübungen (VfL) Bochum 1848 mitsamt des altehrwürdigen (Vonovia) Ruhrstadions "anne Castroper" zählt daher zweifelsohne zu der Sorte Termine, die keinen langen Aufschub dulden.

Donnerstagvormittag, 10.30 Uhr: 44791 Bochum, Stadioncenter "Castroper Straße 145": Christoph Stahlhacke, Key Account Manager und Spezialist in allen Fragen rund um die neugegründete PAPSTAR Solutions GmbH, ist schon da. Wir sind mit Tim Kullick verabredet. Der 33-Jährige ist beim Zweitbundesligisten im Bereich Partnermanagement tätig und somit in zweiter Instanz unser Bindeglied zu den VfL-Fans, die wir schon in Kürze zu einem zielführenden Doppelpass im Sinne der Nachhaltigkeit anspielen möchten.

Die intensiv diskutierte Becherthematik ist allgegenwärtig - "tief im Westen" und rund um die anderen 55 Spielstätten der drei deutschen Profiligen. "Wir sind davon überzeugt, dass ein System mit Einmalbechern aus Sicherheitsgründen immer noch seine Berechtigung verdient", verdeutlicht Kullick gleich zu Beginn des Gesprächs noch einmal die klare Position des Revierklubs. Die nun im zweiten Jahr laufende Partnerschaft mit PAPSTAR habe sich bestens bewährt, ebenso wie die biologisch abbaubaren und schick gebrandeten Currywurstschalen"Kommse vonne Schicht ... - wat Schönret gibt et nich!" (Die Echte von Dönninghaus) aus FSC-zertifiziertem Frischfaserkarton (Forest Stewardship Council), die klassischen VfL-Servietten und die im VIP-Bereich eingesetzten Tischläufer. Formstabile und auf Maisstärke basierende PLA-Kaltgetränkebecher (PLA - Polylactide, umgangssprachlich auch Polymilchsäuren) runden das im Stadionrund eingesetzte Einmalartikel-Sortiment aus nachwachsenden Rohstoffen ab.

 

Mülltonnen mit Bechersammlern nachgerüstet

Wir sind mitten im Thema, denn genau um diese transparenten, optisch kaum von einem Plastikbecher auf Erdölbasis zu unterscheidenden Becher geht's! "Die Mitarbeiter des städtischen Entsorgers (USB Bochum GmbH, Anm. d. Red.) sammeln die Becher nach den Heimspielen aufwändig ein, um sie einer thermischen Verwertung zuzuführen", hat Tim Kullick jetzt eine andere Vorgehensweise im Sinn: "In einem Bereich des Vonovia Ruhrstadions wollen wir unsere Anhänger mit ins Boot nehmen." Der Umwelt zuliebe, denn die gebrauchten Becher sollen im Feldversuch nicht länger achtlos auf den Boden geworfen werden. "Wir möchten möglichst viele Fans mitnehmen und gemeinsam mit unserem Partner PAPSTAR eine große Anzahl an Bechern zurückbekommen. Dazu werden wir sogenannte Bechersammler an den bereitstehenden Mülltonnen nachrüsten", wird Kullick konkreter.

 

Praktiziertes PLA-Recycling

Der Clou am "Nachhaltigkeits-Doppelpass" mit den Fans: PAPSTAR nimmt die sortenrein gesammelten Becher zurück, um sie im Anschluss logistisch effizient zu einem Recyclingunternehmen zu transportieren. "Das hat bei einem Open-Air-Konzert vor Monatsfrist bereits prächtig funktioniert - sogar mit installiertem Pfandsystem",  spricht Christoph Stahlhacke aus der Praxis, um das weitere Procedere auszuführen: "Die Einmalbecher mit geringfügigen Getränkeresten werden in besagtem Unternehmen noch einmal final sortiert, gemahlen und gewaschen, um im Endeffekt als PLA-Pellets zur Herstellung anderer biobasierter Kunststoffe wiederverwendet werden zu können."

 

"Bochum hat verstanden!"

Und was springt für die Fans dabei raus? "Generell sind wir sehr froh, dass unsere Anhänger - viele davon vereint in über 270 Fanklubs - den Slogan 'Bochum hat verstanden!' so positiv aufnehmen und sich an derartigen Aktionen wie auch zum Thema 'Sauberkeit im Stadion' aktiv beteiligen", wissen Kullick und der Verein aber auch, dass eine zusätzliche Motivation nie schaden kann: "Wir werden uns gemeinsam mit unseren Fans eine Aktion überlegen, welche einen echten Mehrwert für die Anhänger bringt. Das kann zum Beispiel die Busfahrt zu einem Auswärtsspiel oder eine Beteiligung an einer Choreographie oder einem Fan-Fest sein." TOR für den VfL - 1:0 im Sinne gelebter Nachhaltigkeit.

Grundsätzlich - so unser gewonnener Eindruck - scheinen beim Dreizehnten des ewigen Bundesliga-Tableaus viele Rädchen ineinander zu greifen. "Mit dem Betriebsleiter Jannis Mehring und Küchenchef Kai 'Tomate' Emmendörffer unseres Dienstleisters Aramark sind wir in Sachen Catering bestens aufgestellt", berichtet Tim Kullick: "Aus einem Dienstleistungsverhältnis hat sich längst eine verlässliche Partnerschaft auf Augenhöhe entwickelt, auf deren Fundament sich unkompliziert alles regeln lässt." Und nicht zuletzt werden auch regelmäßig stattfindende Fanabende dazu genutzt, Nachhaltigkeitsthemen zu platzieren. Ansatzpunkte gibt es viele: Die frisch installierte VfL-App könnte zukünftig zum Beispiel die Auflage der Stadionzeitung "VfL-Echo" reduzieren; "von Flyeraktionen am Spieltag raten wir grundsätzlich ab", so Kullick: "Stattdessen beraten wir unsere Partner lieber, was sinnvoll ist und was eben nicht."

Tim Kullick fühlt sich wohl im über 100 Mitarbeiter starken Geschäftsstellenteam der VfL Bochum 1848 GmbH & Co. KGaA und des e.V. - das kristallisiert sich ganz deutlich heraus, wenn man mit dem 33-Jährigen in die blau-weiße Fußballwelt "abseits der beiden großen Nachbarn" abtaucht. Für den nach wie vor gefühlten Erstligisten steht ein ereignisreicher Herbst ins Haus - nach dem ersten Saisonsieg in Heidenheim (3:2) möchte sich das Team unter Neu-Trainer Thomas Reis möglichst zügig in Richtung obere Tabellenhälfte orientieren. Und dann gibt's ja mit dem 29. Oktober 2019 (20 Uhr), einem Dienstag, noch ein ganz markantes Datum, wenn die Bayern zum Zweitrunden-Spiel des DFB-Pokals 2019/2020 "anne Castroper" auftauchen.

 

1997: Erster "Berührungspunkt" mit heutigem Arbeitgeber

Klar, Tim Kullick wird dann mit von der Partie sein - wie zuletzt auch in Aachen, wo er in privater Mission das Regionalliga-Spiel der Alemannia (dort arbeitete er vor Jahren für Sportrechte-Vermarkter Infront) gegen seinen Heimatverein TuS Haltern beobachtete. Das Fußballherz des jungen Familienvaters schlägt in erster Linie aber - und wie sollte es auch anders sein - für den VAU EFF ELL. Sogar den ersten "Berührungspunkt" mit seinem heutigen Arbeitgeber hat Tim Kullick noch präsent - und wir haben exakt nachrecherchiert: Demnach war es der 8. August 1997, als der VfL Bochum in einem Freitagabend-Spiel den MSV Duisburg zu Gast hatte (0:0). Namen wie Thomas Ernst, Tomasz Waldoch, Peter Közle, Thomas Stickroth oder Dariusz Wosz lassen die Herzen vieler VfL-Fans höher schlagen. Und wir sind uns sicher, dass das damalige Ruhrstadion mit 27.005 Fans - darunter der damals 11-jährige Tim - ziemlich genauso ausgesehen hat wie heute! Fußball-Romantik eben! ;-)

Planen den "Nachhaltigkeits-Doppelpass" mit den Fans: Tim Kullick (Partnermanagement VfL Bochum 1848, re.) und Christoph Stahlhacke von PAPSTAR.
Im gesamten Stadionrund an der Castroper Straße setzt der VfL Bochum 1848 die auf Maisstärke basierenden Einmalbecher der Produktlinie "PAPSTAR pure" ein.
Eine geschichtsträchtige Spielstätte des deutschen Fußballs: Das (Vonovia) Ruhrstadion kann auf eine über 100-jährige Historie zurückblicken.